Die Geschichte der Torte

Eine klassische Torte (Bild: flickr / mybroetchen)

Eine klassische Torte (Bild: flickr / mybroetchen)

Die Torte gilt heute als Inbegriff für Qualitätsware von Konditoreimeistern. Aber woher kommt die Torte eigentlich, wie lautet ihre Geschichte? In einer kleinen Zeitreise gehen wir in die Vergangenheit und der Herkunft der Torte auf den Grund.

Wo kommt die Torte her?

Am weitesten verbreitet unter Etymologen ist die Theorie, dass das Wort Torte auf das lateinische bzw. italienische Wort „torta“ zurückgeht. „Torta“ bezeichnet ein rundes oder spiralförmiges (Brot-)gebäck. Im Mittelalter finden sich das erstemal Belege für die Verwendung des Wortes. Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied zu heutigen Torten. Zur damaligen Zeit ist eine Torte keinesfalls eine süße, sondern vielmehr eine herzhafte Speise, meist eine Pastete.

Erst ab dem Spätmittelalter bzw. der Renaissance finden sich Beweise für die Verwendung des Begriffs im heutigen Sinne. So findet sich in einem Kochbuch um 1600 von Anna Wecker ein Rezept für eine „Eine Dort von Käs und Birnen“. Lexikalisch tritt die Torte in Deutschland erstmals bei Adelung in Erscheinung, der sie Ende des 18. Jahrhunderts als ungefülltes oder gefülltes Gebackenes aus Butterteig, das zunächst in der Pfanne und danach im Backofen zubereitet wird, beschreibt.

Der Siegeszug der Torte

Viele Tortenkreationen kommen aus Österreich. So auch die beiden wohl bekanntesten Tortenkreationen Linzertorte und Sachertorte. Die Linzertorte ist gleichwohl die älteste international bekannte Torte. Erstmals wurde sie im Salzburgischen Kochbuch von 1719 beschrieben.

Die geschichtsträchtige Sachertorte (Bild: flickr / basheertome)

Die geschichtsträchtige Sachertorte (Bild: flickr / basheertome)

1832 folgte die Sachertorte von Franz Sacher, deren Entstehung eine nette Anekdote darstellt. Sie beginnt, wie so häufig, mit dem Heißhunger eines Adeligen. So verlangte Fürst Metternich 1832 nach einem ganz besonderen, neuen Dessert für sich und seine Gäste. Das Problem: Der Chefkonditor war krank und so blieb die schwere Aufgabe an dem 16-jährigen Lehrling Franz Sacher hängen, der vom Fürst persönlich ermahnt wurde, ihm keine Schande zu machen. Sacher experimentierte wie wild und konnte am Abend tatsächlich eine neuartige Schokoladentorte servieren, die den Applaus der Gesellschaft hervorrief. Neben dem Geschmack kam dem darauffolgende Siegeszug der Sachertorte zugute, dass man sie mehrere Tage aufbewahren konnte, ohne dass sie schlecht wurde. Zwar gibt es bereits im 18. Jahrhundert Vorläufer der Sachertorte, doch die eigentliche Kreation wird bis heute Franz Sacher zugeschrieben.

Heute gibt es Torten in allen Formen und Geschmacksrichtungen, die meist aus Buskuit- oder Mürbeteig bestehen, mehrere Schichten aufweisen und nicht selten glasiert werden. Gerade zu speziellen Anlässen wie Hochzeiten sind Torten beliebt, gelten aber auch als Inbegriff der Kalorienbombe.

Übrigens: Wer Torten online bestellen will, kann einen Blick auf http://www.deinetorte.de/ werfen.