Für Kürbisfans: Vegane Kürbis-Cookies mit Schokolade

Kürbis macht auch süß eine gute Form: z.B. als Cookie mit Schokolade.

Kürbis macht auch süß eine gute Form: z.B. als Cookie mit Schokolade.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und die Kürbiszeit rückt wieder näher! In den Supermärkten gibt es bereits Kürbisse zu kaufen und auch im Garten färben sich die ersten Exemplare. Wir testen heute ein Rezept von twopeasandtheirpod für vegane Kürbis-Cookies mit Schokolade.

Auf das Rezept für diesen Monat habe ich mich schon lange gefreut! Gesehen habe ich es schon letztes Jahr auf dem Blog von twopeasandtheirpod aus den USA. Der Blog ist sehr liebevoll geführt und liefert eine Vielzahl an Rezeptideen und leckeren Rezepten. Kürzlich gab es auch neuen Nachwuchs im Hause twopeasandtheirpod (Congratulations!). Um die Ernährung der kleinen Peas muss man sich in jedem Fall keine Sorgen machen. Die Rezepte sind oftmals leicht und gesund gestaltet – so auch die Pumpkin Chocolate Chip Cookies (zumindest wenn man bedenkt, dass es sich um Schokoladenkekse handelt).

Süße Rezepte: Backen mit Kürbis?

Kürbis hat sich in den letzten Jahren wieder zu einem richtigen Trend-Gemüse entwickelt. Überwiegend findet man allerdings eher herzhafte Rezepte, um ihn zuzubereiten. Und obwohl er herzhaft auch köstlich ist, ist es doch seltsam, dass die süßen Rezepte etwas vernachlässigt werden. Gerade in den USA, in denen der Kürbis heimisch ist, gehören auch Süßspeisen mit Kürbis zur Tagesordnung – zum Beispiel der berühmte Kürbis-Pie (Pumkin-Pie), der gerne an Thanksgiving serviert wird. Deshalb ist es vielleicht auch kein allzu großer Zufall, dass ich das Rezept für die veganen Kürbis-Cookies mit Schokolade auf einem amerikanischen Blog gefunden habe. Allen Skeptikern rate ich daher, süße Rezepte mit Kürbis dringend auszuprobieren. Das Aroma ziemlicher aller Kürbissorten harmoniert wunderbar mit Zucker und vielen Gewürzen, die in Europa klassischerweise beim Backen eingesetzt werden (wie Zimt, Nelke, Kardamom, Vanille und viele mehr).

Zutaten und Zubereitung der veganen Kürbis-Cookies mit Schokolade

Da das Rezept wie gesagt aus den USA stammt, sind einige Mengenangaben wieder in cups gemacht. Früher habe ich die Angaben umgerechnet, hatte aber immer ein ungutes Gefühl dabei, da ein cup ein Volumenmaß ist und sich daher schlecht in Gramm oder Kilogramm umrechnen lässt. Viele Litermaße haben mittlerweile aber auch eine Skala für cups aufgedruckt. Ein Blick auf das Litermaß lohnt sich also. Wer kein Litermaß mit cup-Skala hat, sollte sich die Anschaffung von cup-Messlöffeln überlegen. Wer öfter amerikanische Rezepte nachbäckt, erleichtert sich damit vieles.

Zutaten: 3 cups Weizen-Vollkornmehl, 3/4 TL Salz, 1/2 TL Natron, 1/2 TL Backpulver, 1 TL Zimt, 1/2 TL Muskat, 1/2 Ingwerpulver, 1/4 TL Nelken (gem.), 1 cup Margarine, 3/4 cup braunen Zucker, 1 cup Kristallzucker, 1 Ei (L), 2 TL Vanilleextrakt, 1 cup Kürbispüree, 2 cups Schokoladentropfen.

Zubereitung: Bevor die Backerei losgeht, wird der Ofen auf 180° Grad vorgeheizt. Ich empfehle bei Gebäck immer Ober-/ Unterhitze, damit Kuchen und Kekse nicht schon braun sind, bevor der ganze Teig fertig gebacken ist. Zwei Backblecke mit Backpapier belegen.

In einer ersten Schüssel werden das Mehl, Salz, Natron, Backpulver und alle Gewürze miteinander vermischt. Das Backpulver sollte gegebenenfalls gesiebt werden, falls es kleine Klümpchen hat.

In einer zweiten Schüssel die Butter mit dem Zucker etwa 3 bis 4 Minuten mit dem Rührgerät rühren, bis die Masse cremig ist. Das Ei, Vanilleextrakt und das Kürbispüree hinzufügen und wieder rühren, bis alles gut vermengt ist. Nach und nach die Mehl-Gewürzmischung unterrühren bis wieder alles gut vermengt ist. Der Teig wird nach diesem Schritt sehr klebrig sein und trocken wirken. Aber nicht verzagen – die Cookies werden dennoch gelingen! Die Schokoladentropfen unterrühren.

Mit einem Esslöffel den Teig in kleinen Häufchen auf die vorbereiteten Backbleche geben und in Form bringen. Dabei etwas Abstand zwischen den Keksen lassen, da der Teig noch ein bisschen aufgehen wird. Die Bleche nacheinander für 10 bis 15 Minuten backen, bis die Ränder der Kekse anfangen zu bräunen. Dann das Blech aus dem Ofen nehmen, die Kekse kurz auf dem Blech abkühlen lassen und anschließend vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Fazit und Tipps

Während des Backens hatte ich ein ganz schlechtes Gefühl. Die bereits erwähnt, wurde der Teig sehr trocken und klebrig. Man hat Mühe damit, ihn formschön auf das Blech zu bekommen. Das Ergebnis hat mich umso mehr begeistert! Durch die Triebmittel wurden die Kekse schön locker und durch die Gewürze erinnert der Geschmack an Lebkuchen. Auch die Konsistenz ähnelt der eines Lebkuchen, da die Kekse eher dick sind. Das Vollkornmehl und das Kürbispüree geben dem Kekse zusätzlich Gehalt, deshalb könnte ich mir gut vorstellen, dass sie für Frühstücksmuffel auch ein guter Frühstücks-Ersatz sein könnten (allerdings ein sehr kalorienhaltiger!). Außer der Konsistenz vor dem Backen, kann ich keinerlei Makel an den veganen Kürbis-Cookies mit Schokolade finden!

Ob man Kürbispüree im Supermarkt kaufen kann, weiß ich offen gestanden nicht. Allerdings kann man es leicht selbst herstellen. Dazu einfach einen Kürbis in grobe Stücke zerteilen und entweder im Ofen etwa 45 Minuten backen oder in einem Topf mit wenig Wasser garen. Anschließend das Kürbisfleisch mit einer Gabel zerdrücken oder mit dem Pürierstab zu Mus verarbeiten.